Jedes Symptom hat seine Ursache. Bei der Hypnosetherapie, gelegentlich auch als «De-Hypnose» bezeichnet, gehen wir davon aus, dass «Geist über Materie» steht. Dies bedeutet, dass unser Unterbewusstsein eine zentrale Rolle spielt. Wenn ungünstige Informationen unbemerkt in unser Unterbewusstsein gelangen, können sie dort störende Symptome hervorrufen.
Bei der Hypnosetherapie, auch als “De-Hypnose” oder «Ent-Hypnotisierung» bezeichnet, gehen wir davon aus, dass der Geist über der Materie steht.
«Mind over what’s the matter» … oder zu Deutsch: «Geist über was auch immer».
Unser Unterbewusstsein ist ein unendlich grosser Speicher, in dem alle unsere Erfahrungen, Gedanken und Gefühle, Sinneseindrücke und noch weit mehr gespeichert sind, also alles, was wir je «gesammelt» und «uns angeeignet» haben. Meist haben wir nicht unterschieden, ob das alles wahr ist oder frei erfunden.
Wenn wir also an einem “Ort” (oder: in einem Zustand) die Ursachen für unsere Symptome finden können, dann dort.
Da das Unterbewusstseins etliche Millionen mal mehr aufnehmen kann als die «Ratio», kommt es im Alltag öfters mal vor, dass auch «unvorteilhafte» Informationen unbemerkt in unser Unterbewusstsein gelangen, und dort zum Beispiel als «Programme» eine Ursache von störenden Symptomen werden.
Wir schreiben solche Programme auch selbst ein. Manche helfen uns, Dinge automatisiert, effizient und quasi nebenbei zu erledigen (z.B. Socken anziehen, Zähne putzen oder sogar Auto fahren). Wir bezeichnen sie als «förderlich», weil sie uns gut tun oder sich gut anfühlen.
Nicht förderliche Programme und Ursachen aber stören uns, weil sie uns schaden. Sie können wie eine schwere Kette wirken, wie ein unsichtbares Gefängnis oder sogar wie ein Gifttrunk.
Diese Begriffe habe ich nicht von ungefähr gewählt. Da die meisten Informationen (Social Media, News, Games, Werbung, …) uns nicht wirklich voll bewusst erreichen, entgehen sie unserer bewussten Kontrolle und Zustimmung. Wir gehorchen ihnen dennoch, zwar nicht wissentlich und freiwillig, sondern als eine Art «Neigung».
Es gibt gute Gründe, warum Werber so intensiv die Psyche des Menschen erforschen, und warum die Guten Werber auch so fürstlich dafür entlöhnt werden.
Wir können diese Einflüsse als eine Art von Hypnose ansehen, der wir nie zugestimmt haben.
Aus diesem Grund wird die Hypnosetherapie auch als “De-Hypnose” bezeichnet. Denn ihre wirklich segensreiche Wirkung ist, dass die unbewussten Ursachen von Störungen mit den geeigneten Methoden oft sehr effizient aufgefunden, verstanden und dann aufgelöst, entfernt oder «abgeschaltet» werden können.
Das ist kann sich in etwa so anfühlen, wie wenn man aus einem alten, langen Albtraum aufwacht, und feststellt, dass das lähmende Gefühl weg ist.
Auch viele der unterbewusst übernommenen Glaubenssätze wirken auf uns wie Programme, die sich ständig wiederholen. Es ist eben so, als ob wir von ihnen hypnotisiert wären, ohnmächtig (im Sinne von «ohne Macht über sie», ihnen hilflos ausgeliefert) durch das Leben stolpern - und letztlich darunter leiden.
Es ist wichtig zu verstehen, dass solche Muster auch im Körper Spuren hinterlassen. Und obwohl es sich unangenehm anfühlt, ist es über die Jahre zu einem Normalzustand geworden. Das nennen wir die Komfortzone. Wenn wir uns anschicken, etwas daran zu verändern, kann das Neue anfänglich verunsichern.
Hier sind zwei Aspekte hilfreich zu verstehen:
Den mentalen und emotionalen Müll dürfen wir getrost entsorgen. Der effizienteste und nachhaltigste Weg führt über die Bewusstwerdung. Denn was einmal erkannt ist, kann einen nicht länger unterschwellig plagen.
Die Angst davor ist tatsächlich unbegründet. Ich verstehe sie als ein Ausdruck der Furcht, die gewohnte Komfortzone zu verlassen. Aber wenn wir doch auch jeden Tag aus dem kuscheligen Bett aufstehen und uns ans Tagwerk machen, wie viel sinnvoller ist es da, sich von seinen unnützen Belastungen zu befreien?
Mit Wissen, Erfahrung und einer klaren Vorstellung von Funktionsweise der verschiedenen Ebenen des Bewusstseins begleitet ein Therapeut mit Respekt, Feingefühl und Achtsamkeit den therapeutischen Prozess des Aufdeckens, Erkennens und Loslassens. Das ist, was unter De-Hypnose verstanden wird.
Der Hypnosetherapeut kann selbstverständlich nicht wissen, welche Art von Ursachen im Unterbewusstsein eines Klienten wirksam sind. Darum ist es auch unmöglich ein Heils- oder Erfolgsversprechen abzugeben.
«Wege entstehen dadurch, dass man sie geht», wird Franz Kafka sinngemäss zitiert.
Darum ist für den Klienten, genauso wie für den Therapeuten, eine tragfähige therapeutische Beziehung, die auf Vertrauen basiert, sowie die beidseitige Bereitschaft zur Kooperation unerlässlich.
Denn es ist nicht der Hypnosetherapeut, der die Probleme löst. Er begleitet den Klienten durch dessen Labyrinth zu den Ursachen. Dort unterstützt er ihn dabei, sich kraft seiner eigenen Ressourcen aus alten Verstrickungen zu lösen.
Er bestärkt ihn darin, mutig seine Schritte in die Selbstbestimmtheit zu gehen. Das macht jeden Erfolg zu einem Erfolg des Klienten selbst, denn nur so kann er auch nachhaltig sein.